Maschinen können uns Menschen das Leben erleichtern - oder sie können es uns auch schwermachen. So wie das "Dingsda", wie der Erfinder Rüdiger sein neuestes Werk nennt. Gebaut hat er den kleinen Gesellen, damit er im Haushalt hilft und Rüdigers Bruder Walter nicht mehr so viel Arbeit hat. Doch bald stellt sich heraus, dass der Roboter nicht nur fleißig ist, sondern richtig denken kann. Und das führt dazu, dass er nicht nur Walter die Hausarbeit ab- und sogar wegnimmt (er fühlt sich irgendwann regelrecht nutzlos), sondern sich auch Gedanken über das Übergewicht der beiden Brüder macht und ihnen konsequenterweise nicht nur die weihnachtliche Völlerei verbietet - und verunmöglicht, indem er den Kühlschrank leert -, sondern ihnen überhaupt gleich Weihnachten als Ganzes vermiest.

In gedeckten Farben und einem ironischen Text erzählen Martin Widmark und Emilia Dziubak davon, was passieren könnte, würden eines Tages tatsächlich die Maschinen die Macht übernehmen. Sie heben das Thema Künstliche Intelligenz und deren Tücken auf eine niedrige (Kinderbuch-)Ebene und hauchen dem Roboter nicht nur sprachlich, sondern auch mimisch Leben ein. "Die verflixte Erfindung" ist das ideale Weihnachtsbuch für alle, die schon immer gewusst haben, dass Maschinen erstens ein Eigenleben führen und man ihnen zweitens nicht trauen darf.