Erfolgreiche Stoffe werden heutzutage parallel in mehreren Formen und Medien angeboten. Als Beispiele seien etwa "Batman", "Tank Girl" und "Jurassic Park" genannt. Cross Marketing nennen es die Strategen, wenn im Kaufhaus das T-Shirt zur Plüschfigur samt der Spieldiskette und der CD mit der Filmmusik zum Streifen nach dem Comic Strip des Romans angeboten wird. Deutscher Großmeister dieser Strategie ist zweifellos Otto, dessen Ottifanten nicht nur auf Videos und Porzellantellern sondern bereits im achten Buch ihre Dummheiten treiben.

Trotz der Schwemme gehören die Strips mit den Rüseltieren des Ostfriesen und seiner Mitarbeiter noch immer zu den wenigen erträglichen Funnies des deutschsprachigen Raums. Sicher, in den Phantasieabenteuern von Baby Bruno und seinem Teddy Honk findesich mehr als eine Anleihe bei Calvin & Hobbes, und so manche Szene Bommel und seinem Chef erinnert an grafisch Faszinierenderes von Franquin. Als unterhaltende Lektüre geht der aktuelle Band immer noch durch.
Ottos Ottifanten - Immer volle Hose, 140 Seiten, schwarzweiá, 155 Schilling, Achterbahn Verlag