Der 1971 geborene Jan Wagner betreibt seit zehn Jahren eine Art "literarischer Dreifelderwirtschaft", nämlich als Übersetzer, Rezensent und Lyriker. Seine Gedichte gehören zum Besten, was es aus der jüngeren Generation an Poesie zu lesen gibt. Seine Übertragungen bestechen durch Eleganz und Demut. Und dass er auch über Lyrik einiges zu sagen hat, zeigen die Texte, die er in einem Band mit "beiläufiger Prosa" versammelt hat.

Er enthält Dankreden, Laudationes, Nachworte, Rezensionen und Gelegenheitstexte, die sich dem eigenen Schaffen, dem Gedicht ganz allgemein und der englischsprachigen Lyrik im Besonderen widmen. Wagner erweist sich darin als kluger und zugleich einfühlsamer Leser, und wer nach der Lektüre dieser Texte nicht neugierig geworden ist auf die Eigenheiten der Poesie, dem ist vermutlich nicht zu helfen.