(was.-) Der grüne Wiener Gemeinderat Christoph Chorherr legt ein Bekenntnis zur Verbesserung der Welt ab - mit vielen Beispielen und dennoch unaufdringlich. Er schildert, wie eine Handvoll engagierte Leute ein Schulprojekt in Südafrika verwirklichten und gleich auch Bildungsplanung ins Land brachten. Dabei vergisst er so wie bei den anderen Kapiteln nie, Grundsatzfragen an seine österreichischen Mitbürger und Mitpolitiker zu stellen: Wieso wird bei uns ständig über Bildungspolitik diskutiert, ohne dass jemand über Unterrichtsinhalte und die Art Vermittlung nachdenkt? "Also darüber, was eigentlich zwischen Jugendlichen und Lehrern stattfindet - oder stattfinden sollte."

Der Autor ist nach mehr als 20 Jahren Rathauspolitik vertraut mit Irrungen, Winkelzügen und Rückschlägen des Lebens und macht dennoch Mut. Nicht "die Politik", sondern wir Einzelne können handeln und etwas bessern. Das ist dringend notwendig, denn die Lage ist ernst. Als Grüner kommt er nicht nur auf den fröhlichen Fahrradverkehr zu sprechen, sondern auch auf das Klima: Wir sollen uns darauf einstellen, dass der Klimakollaps nicht das eigentliche Problem sein wird, sondern Klimakriege auf uns zukommen.