(pb) Die Theorie des Urknalls geht davon aus, dass vor 13 Milliarden Jahren innerhalb von drei Minuten all jene Energie freigesetzt wurde, die heute noch unser Universum ausmacht. Dieses Phänomen versuchen zwei Kosmologen an der Belgrader Universität, die Zwillingsbrüder Igor und Grichka Bogdanov, den Lesern ihres Buchs verständlich zu machen. Die teilweise kriminalistische populärwissenschaftliche Annäherung ist nicht nur spannend. Ihr wird aber auch von kritischen Wissenschaftern bescheinigt, größtenteils korrekt zu sein. Nur die Präsentation ihrer eigenen Urknall-Theorie als Ultima Ratio wird als überhebliche Egozentrik kritisiert.

Die Autoren wagen sich auch an die Frage heran, was vor dem Big Bang war. Eine geistige Kraft, die man Gott nennen könnte? Immerhin hatte Nobelpreisträger George Smooth beim Anblick von Satellitenfotos, die das Universum nur 380.000 Jahre nach dem Urknall zeigen, ausgerufen: "Das ist das Gesicht Gottes!" Auch neueste Erkenntnisse weisen auf die Existenz kosmischer Gesetzmäßigkeit schon vor dem Urknall hin.