Das Beste an dem Buch ist das ihm als Motto vorangestellte Schopenhauer-Zitat; dann folgt ein Unterhaltungsroman der Marke he-hei-ha (herzig-heiter-harmlos). Sebastian Dimsch, Versicherungsangestellter, verheiratet, zwei Kinder, ist getrieben von dem Wunsch, das wahre Glück zu finden; er deckt sich mit einschlägiger Literatur ein (von Konfuzius über Epikur bis Hesse), tapeziert seinen Büroraum mit daraus gezogenen Merksätzen und macht daraufhin einen Karrieresprung.

Zu den Gefährten dieses Dimsch (offenbar ein verkehrter Schmid seines Glücks) gehören eine Maus, ein Rabe, ein Hausdiener aus Nordkorea, ein Kollege, der im Magazin ein seetaugliches Schiff baut, und ein arroganter PR- und Marketingleiter namens Torberg. Schließlich brennt das ganze Versicherungsgebäude ab, das versprochene Glück löst sich in Rauch auf und eine Stubenfliege hat das letzte Wort. Wenn Sie lieber was andres lesen wollen, wär’s kein Unglück.

Thomas Sautner: Der Glücksmacher. Roman. Aufbau Verlag, Berlin 2012, 246 Seiten, 19,99 Euro.