Lizzy macht die besten Cupcakes weit und breit. In Salem hat sie gerade das von der Tante geerbte Haus bezogen und einen Job als Konditorin angenommen. Da tauchen Wulf und Diesel auf. Beide sind auf der Suche nach einem der sieben Steine, die für die sieben Todsünden stehen. Weil Lizzy angeblich die Gabe besitzt, magische Gegenstände aufzuspüren, soll sie bei der Suche helfen. Während Wulf, der böse Jäger des verlorenen Steins, durch dramatische Auftritte Lizzys Aufmerksamkeit erregt, nistet sich Diesel, der Wulf aufhalten soll, gleich in ihrem Leben ein. Widerwillig erkennt Lizzy: Sie ist eine Unerwähnbare, muss einen magischen Stein jagen und da wird es schwierig für sie, auch noch ihrem Broterwerb nachzukommen. Wenig hilfreich dabei ist auch die esoterisch angehauchte Kollegin Glo, die ihr mit einem Zauberbuch zur Seite stehen will. Glos missglückte Zaubersprüchen, eine Katze sowie ein Affe in Pflege machen die magische Jagd noch komplizierter. Salem ist dafür die ideale Spielwiese, erfreut sich der Ort doch eines gewissen Rufes in Sachen Hexerei. Fesche Männer, chaotische Frauen und ein magischer Schatz, dazu die witzig-spritzige Erzählweise, für die Janet Evanovich seit ihrer Stephanie-Plum-Serie berühmt ist, so startet die neue Romanserie um Lizzy Tucker. Wer Evanovichs Romane schon bisher gerne las, wird auch diesen mögen. Auch für Neueinsteigerinnen (das Werk wendet sich eher an weibliche Leserinnen) ist "Zuckersüße Todsünden" unterhaltsam. Vergnügliches Leseerlebnis ist garantiert!

Janet Evanovich: Zuckersüße Todsünden. Goldmann; 9,30 Euro

Artikel erschienen am 21. September 2012 in: "Wiener Zeitung", Beilage "Wiener Journal", S. 46