Kennen Sie Budo? Nein? Dann sollten Sie ihn schnell kennenlernen. Oder noch besser: Denken Sie sich sich selbst einen imaginären Freund aus, der Sie durchs Leben begleitet und Ihnen hilft. Denn genau das ist Budo - ein imaginärer Freund. Um genau zu sein: der imaginäre Freund eines autistischen Achtjährigen namens Max. Und als solcher hat er alle Hände voll zu tun, ist er doch so ziemlich der Einzige - vielleicht abgesehen von Max’ Eltern -, der den Buben wirklich versteht. Gut, da ist auch noch seine Lieblingslehrerin. Aber alle anderen nutzen Max entweder aus oder schütteln den Kopf über ihn. Und so ist der Schulbesuch jeden Tag aufs Neue ein Spießrutenlauf für Max. Nur Budo steht ihm bei und rettet ihn mehr als einmal aus brenzligen Situationen. Bis er selbst an seine Grenzen stößt . . .

Es ist ein kindlicher Roman geworden, den Matthew Dicks hier verfasst hat, aber kein kindischer. Und er handelt zwar von einem Achtjährigen, richtet sich aber eindeutig an Ältere. Die müssen aber nicht erwachsen sein, denn auch Jugendlichen schadet es gar nicht, ein bisschen zu verstehen zu versuchen, was im Kopf eines autistischen Kindes vorgeht, und sich in Verständnis und Toleranz zu üben.

Es ist ein großartiges Buch geworden, das Matthew Dicks hier geschaffen hat. Weil er genau den richtigen Ton trifft und seinen Lesern die Welt erklärt, ohne dabei überheblich zu wirken.

Es ist eine spannende Geschichte geworden, die Matthew Dicks hier erzählt. Bei der selbst Großen manchmal kurz der Atem stockt und sie schnell umblättern wollen, um zu erfahren, wie es weitergeht.