Die perfekte niederösterreichische Landidylle. Viel Wald, viel Freunderlwirtschaft und ein paar alte Nazis. Mitten drin: eine tote Rentnerin, ein in Harz konservierter Schädel und ein toter Pecher. Ermittelt wird nicht so sehr von den Behörden, vielmehr gehen eine unkonventionelle Gemeindebedienstete und ein verklemmter Detektiv einem grausigen Dorfgeheiminis auf den Grund. "Saupech" ist mit Sicherheit Veronika A. Gragers bester Kriminalroman. Im Vergleich zum Thriller "Gnadenlos", in dem sie sich recht holprig, aber durchaus lesenswert mit dem Thema Kindesmissbrauch auseinandergesetzt hat, wählt Grager diesmal leichtere Kost. Das Konzept geht auf.

Veronika A. Grager: Saupech. Krimi. Emons Verlag, Köln 2013, 208 Seiten, 10,20 Euro.