Es war der Rockjournalist Jon Landau, der 1974 mit seiner Kritik, in welcher er kundtat, "die Zukunft des Rock and Roll" gesehen zu haben, Bruce Springsteens Karriere gehörig in Fahrt brachte.

Daran erinnert einmal mehr der Chefredakteur des "New Yorker", David Remnick, in seinem schmalen Büchlein über den "Boss", den er auf dessen jüngster Tournee (zum Album "Wrecking Ball") begleitet hat. Es ist ein so profundes wie konzises Porträt geworden, das alles enthält, was man über den amerikanischen Ausnahme-Musiker wissen möchte - und womit man sich seinen weltweiten und bis heute anhaltenden Erfolg erklären kann. Mehr Essay als Biografie, ist dieses Buch so knapp und trocken wie ein gutes Gitarrenriff.

David Remnick: Über Bruce Springsteen. Aus dem Englischen von Eike Schönfeld. Berlin Verlag, München 2013, 80 S., 15,50 Euro.