Da ist er wieder. In seinem zweiten Fall gerät der sympathische, tollpatschig-verschrobene Privatdetektiv Marco Martin in die beinharten Mühlen des Baugeschäfts. Auf einer Großbaustelle wird ein irregulärer Arbeiter bei einer Kontrolle scheinbar zu Tode gehetzt. Ins Visier der Polizei gerät ausgerechnet Martins ungeliebter Schwager Niklas. Der Privatdetektiv, immer auf der Suche nach Liebe und seiner früheren Körperform, bekommt so immerhin die Chance, sein unnatürliches Naheverhältnis zu seiner Schwester auszubauen. Gleichzeitig muss sich Christian Klingers Held mächtig ins Zeug legen, um dem Mörder auf die Schliche zu kommen, der eine blutige Spur durch die Wiener Bauszene zieht.

Spannend bis zur letzten Seite und mit einem bedrückend realistischen Blick auf den Rand der städtischen Gesellschaft.

Christian Klinger: Gleichenfeier. Kriminalroman. Steinverlag, Bad Traunstein 2013, 374 Seiten, 14,30 Euro.