In Sotschi sind die heimischen Schnee- und Eisathleten gerade dabei, die neuere österreichische Sportgeschichte zu schreiben. In 30 Jahren, wenn die Olympischen Spiele dann in gigantischen Wintersporthallen in Dubai, zum Beispiel, ausgetragen werden sollten, wird sich der nostalgisch verklärte Blick in die Vergangenheit richten, eben zum Beispiel nach Sotschi, in die gute alte Zeit. Und man wird sich fragen: Was wurde aus Matthias Mayer und Mario Stecher? Und wer war noch einmal Viktor Pfeifer?

Die Sportredaktion des "Standard" hat in den vergangenen zwei Jahren insgesamt 75 ehemalige Größen des Sports getroffen und nachgefragt, vor allem bei Athleten, die das ganz große Rampenlicht nicht oder nur kurz gesehen haben, die aber dank ORF-Formaten wie dem "Sportnachmittag" oder "Sport am Montag" einer breiten Öffentlichkeit bekannt waren. Nun ist die Sammlung als Buch erschienen.

Die Porträts offenbaren, dass der Abschied von Sport und Erfolgen meistens schwerfällt und der Umstieg in das Leben danach nicht einfach ist. Das Buch erzählt von gelungenen, aber auch weniger erfolgreichen Beispielen, etwa von Jasna Kolar-Merdan, der einstigen Welthandballerin, die Hypo NÖ zu Ruhm und Titeln führte, und die nun um ihre berufliche Existenz kämpft. Es sind unterhaltsame bis berührende Wiedersehen mit Sportlern wie Michael Hadschieff, Klaus Sulzenbacher, Helmut Höflehner, Robert Pecl, Barbara Paulus und Niki Stajkovic. Es sind Erinnerungen an die gute alte Zeit, als Sotschi noch ein Sommerbad war.

Sportlerbiografien

Das wurde aus . . .

Hackl/Krutzler/Lützow/Zelsacher Neumann/Riezinger/Weisgram

egoth, 248 Seiten, 24,90 Euro