Kritiker des verabschiedeten Gesetzes gegen Kinderpornografie befürchten allerdings, dass auch die abgeschwächte Form nichts am grundlegenden Problem ändert, dass Mädchen in den Mangas weiterhin als sexuell ausgebeutete Objekte dargestellt werden. Man müsse daher alle Hebel in Bewegung setzen, um das Übel an der Wurzel zu packen. Die Frage, wann etwas kriminell ist oder Kunst, welche Fiktionen in einer Gesellschaft akzeptabel sind und welche nicht, ist in Japan also noch lange nicht zu Ende. Fraglich ist nur, ob eine zielführende Debatte darüber möglich ist, ohne die Tabu-Zone Patriarchat an den Haaren zu packen.