Radioreporterin Jule Claussen hat im Lotto gewonnen. Zumindest glauben das alle aufgrund eines desaströsen Missverständnisses on air. Denn ausgerechnet in ihrer näheren Umgebung schlägt kurz nach dem Knacken des Jackpots ein anonymer Spender zu, der mehrere langgehegte Träume wahr macht, die ausgerechnet in ihrer Radiosendung veröffentlicht wurden. Gleichzeitig geht es männermäßig rund, denn ein noch nicht ganz Verabschiedeter meldet sich wieder, während Jule just den Gewinnerbetreuer der Lottozentrale näher kennenlernt.

Was dann folgt, ist ein netter, kleiner Liebesroman über das Glück, über echte Freunde und falsche Fuffziger, wie man ihn gerne zwischendurch einmal an einem verregneten Wochenende liest. Eine solide gestrickte Geschichte, deren Ende zwar ein bisschen kitschig und tränendrüsig ist, aber in dieser Form nicht vorhersehbar. Nur so viel darf verraten werden: Jule hat tatsächlich nicht den Lotto-Jackpot geknackt. So kitschig ist es auch wieder nicht.

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