"Christl Greller sucht nicht die unerhörte Begebenheit, wie sie Goethe in der Novelle sehen wollte, (. . .) Ihre Texte leben meist genau ohne diese - Bruchstücke einer Situation, die das Leben in einem anderen Licht zeigt - oder gar völlig in Frage stellt; dies sind weniger Wende- denn Knackpunkte, es sind die Stunden und Minuten, in denen es knirscht im Gebälk des Alltags, in denen das Sonderbare oder Wunderbare oder das Ganz-Andere sich Bahn brechen. Es sind Elemente des ganz normalen Daseins und doch wieder gar nicht, ja dessen ausdrückliches Gegenteil - die Grenzlinie zwischen der guten Stube und dem Narrenturm verschwimmen im flirrenden Licht", schreibt Erich Schirhuber im Vorwort zu diesem Erzählungsband der österreichischen Lyrikerin und Prosaautorin Christl Greller.

Die 23, zum Teil preisgekrönten Texte und Geschichten zeigen das poetische Verknappungstalent dieser Autorin genauso wie ihre Meisterschaft im Umgang mit Farben, Gerüchen und Gefühlen.

Am Montag, 29. September um 19 Uhr liest die Autorin in der Alten Schmiede (Wien 1, Schönlaterngasse 9) aus dem Band.