(maz) "Das Publikum applaudiert im Stehen, und Mario Adorf schaut gar nicht böse", schreibt die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" über die aktuelle Lesetour des Schauspielers, dem man seine 85 Jahre nicht nur deswegen nicht ansieht, weil er gefühlt schon immer alt war. Zumindest gehören für die jüngere Generation seiner Fans der weiße Haarschopf und Bart ebenso zum Gesamtpaket wie die sonore Stimme, mit der er in zahlreichen Rollen berühmt geworden ist - und das weit über seine deutsche Heimat hinaus. Dabei erweist sich der Halbitaliener im schauspielerischen Fach als ebenso vielseitig wie seinerzeit an der Universität Mainz: Dort studierte er nämlich ab 1950 nicht nur passenderweise Theaterwissenschaften, sondern auch noch Philosophie, Psychologie, Kriminologie, Literatur und Musikgeschichte. Und er spielte damals nicht nur Theater, sondern boxte auch.
Rechtzeitig zum 60-jährigen Bühnenjubiläum lässt er nun sein Publikum live an seinen Lebenserinnerungen teilhaben. In "Schauen Sie mal böse!" erzählt er Geschichten aus seinem Schauspielerleben - und das umfasst immerhin mehr als 200 Engagements (Karten ab 37 Euro).
2. und 3. November, 19.30 Uhr
Wiener Konzerthaus, Mozartsaal.
Karten: Tel. 01/96096, www.oeticket.at, www.konzerthaus.at