Das Lebens des kleinen Mädchens (dessen Namen erfährt man nie) ist von der strebsamen Mutter von A bis Z durchgeplant und organsisiert. Schließlich hat sie einen "Lebensplan" für ihr Kind. Die Tochter soll eine gute Erwachsene werden. Und am besten mit ihren acht Jahren damit anfangen.

Dann ziehen die beiden um, in die Nähe der Akademie, und begegnen in der sonst so genormten Wohngegend einem ziemlich schrulligen alten Mann. Er ist niemand Geringerer als der Pilot, der einst in der Wüste dem kleinen Prinzen begegnet ist. Und er hat viel zu erzählen. Langsam freundet sich das Mädchen mit ihm an. Sehr zum Widerwillen der Mutter, die ihm irgendwann den Kontakt zu dem alten Mann verbietet. 

Doch dann liegt der Pilot im Sterben, und das Mädchen muss dringend den kleinen Prinzen für ihn finden - nicht ahnend, dass dieser ebenfalls längst erwachsen geworden ist und sich jetzt nur noch "Herr Prinz" nennt. Und so beginnt für das Mädchen das wohl größte Abenteuer seines Lebens. Erzählt wird es in Kapiteln, die zwischen der Geschichte des kleinen Mädchens und seiner Freundschaft zum Piloten sowie der originalen Story um den "Kleinen Prinzen" (aus anderer Erzählperspektive und stark gekürzt, ohne aber dabei an Zauber zu verlieren) wechseln, das Ganze ist flüssig geschrieben, und die farbigen Seiten (Filmausschnitte und Originalzeichnungen) machen das Buch für Kinder umso interessanter. Da bekommt man tatsächlich auch Lust auf den Film (ab 11. Dezember in Österreichs Kinos).

Antoine de Saint-Exupery, Nadja Fendrich:
Der kleine Prinz - Das Buch zum Film
Loewe Verlag; 176 Seiten; 13,40 Euro