Kaum in Kautokeino angekommen, wird eine von nur noch wenigen erhaltenen Sami-Trommeln aus einer Galerie gestohlen. Kurz darauf wird ein samischer Rentierzüchter brutal ermordet. Und Klemet Nango von der Rentierpolizei ist bald davon überzeugt, dass diese beiden spektakulären Verbrechen, die ausgerechnet in der ersten Nacht beziehungsweise am ersten Tag des Polarwinters, an dem nach 40 Tagen Finsternis die Rückkehr der Sonne für eine halbe Stunde erwartet wird, irgendwie zusammenhängen müssen. Vor allem, weil sich im Zuge der Ermittlungen herausstellt, dass die Trommel ein großes Geheimnis birgt.

Doch Klemet, der gemeinsam mit seiner neuen Kollegin Nina ermittelt, ist selbst Sami und bekommt von seinem Kollegen und Erzfeind Brattsen, der nichts so sehr hasst wie Samis und Pakistanis, etliche Steine in den Weg gelegt. Und dann sind da noch ein Bauer und ein französischer Geologe, die auf der Jagd nach dem Geheimnise der Trommel über Leichen gehen. Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit für Klemet und Nina, der sich in den frostigen Weiten Lapplands abspielt und sich trotz aller Dramatik so zäh gestaltet wie der skanidnavische Winter. Weil dort, im hohen Norden, die Uhren anders gehen. Und weil es von archaischen Typen wimmelt, die jeder auf ihre Weise der Geschichte ihren Stempel aufdrücken.

Olivier Truc: "40 Tage Nacht"
Droemer; 494 Seiten; 20,60 Euro