Manchmal macht einem das Leben selbst einen Strich durch die Rechnung. Und so ist das gemeinsame Buch des am 10. August verstorbenen Schauspielers, Sängers, Moderators, Regisseurs, Intendanten und Schriftstellers Gerhard Tötschinger und seiner Lebenspartnerin Christiane Hörbiger nun postum erschienen. Bezeichnenderweise ist es eine Liebeserklärung an jene beiden Tiere, mit denen das Paar zuletzt zusammengelebt hat: die Mopse Vicco und Loriot, deren Namen sich leicht ableiten lassen.

Und sagen Sie ja nicht Möpse - was sonst passiert, lehren einschlägige Zitate von Uschi Glas ("Ich habe zwei Möpse, die haben ständig irgendwelche Zipperlein") oder Fiona Swarovski (ihr Adventkranz war "weiß mit Möpsen drauf"). Freilich war Tötschinger zu nobel, solche Beispiele im Buch auszusprechen. Dafür ist es gespickt mit literarischen Zitaten über Mopse, und nicht zuletzt Hörbigers Einfluss ist es zu verdanken, dass er auch zahlreiche Dichter zu Wort kommen ließ. Neben allerlei Gedichten unternahm er aber auch eine historische Reise auf den Spuren des Mopses, der offenbar zunächst einmal ein Kaiserhund in China war, ehe es ihn nach Europa an die dortigen Höfe verschlug. Man lernt also auch ein bisserl Kriegs- und Kulturgeschichte, bevor es wieder zurück in den Haushalt von Tötschinger und Hörbiger geht, wo die verschiedenen Eigenarten und Eigenwilligkeiten der beiden Mopse liebevoll geschildert werden. Man merkt dem Buch an: Der späte Mopsliebhaber Tötschinger (er kam erst vor ein paar Jahren auf diesen Hund) war total vernarrt in die beiden Hunde.Und auf manchen Leser mag das abfärben . . .

Gerhard Tötschinger & Christiane Hörbiger:
Der Mops ist aller Damen Freude . . .
Verlag LangenMüller; 151 Seiten; 19,90 Euro