- © Egmont Ehapa Media
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Im Oktober 1976 kam der erfolgreichste Asterix-Film aller Zeiten in die Kinos: "Asterix erobert Rom" war die dritte Verfilmung (nach "Asterix der Gallier" und "Asterix und Kleopatra") und zurecht ein Kassenschlager. Denn das an Herkules' zwölf Prüfungen angelehnte Asterix-Abenteuer besticht nicht nur durch eine spannende Geschichte, sondern vor allem durch fein ausgearbeitete Figuren und irre Gags.

Die Besonderheit dabei: Im Unterschied zu den vorangegangenen und den nachfolgenden Filmen gab es für "Asterix erobert Rom" keine Heftvorlage (was angesichts einiger unseliger Kompilationen in späteren Verfilmungen vielleicht kein Fehler war) - erst im folgenden Jahr 1979 erschien die Geschichte in gedruckter Form als Sonderveröffentlichung "Les Douze Travaux d'Asterix" (wörtlich übersetzt: "Die zwölf Arbeiten des Asterix") im Pestalozzi-Verlag in einer mehrteiligen Buchreihe (mit jeweils 20 Seiten). Deren deutsche Übersetzung wurde 1979 in der Zeitschrift "Comixene" (Ausgaben 24 bis 29) abgedruckt. Gezeichnet hatte das Album zum Film Marcel Uderzo, der Bruder des Asterix-Schöpfers.

Asterix und Obelix auf der Jagd nach dem legendären Passierschein A 38. - © Aus: "Asterix erobert Rom" (Egmont Ehapa Media)
Asterix und Obelix auf der Jagd nach dem legendären Passierschein A 38. - © Aus: "Asterix erobert Rom" (Egmont Ehapa Media)

Zum 40-jährigen Jubiläum hat nun wieder Albert Uderzo selbst zum Stift gegriffen. Und so erscheint nun im Ehapa Verlag ein neues Album zum Film, das die Geschichte noch einmal in bunten Bildern erzählt. Hardcore-Fans werden allerdings ein klein wenig enttäuscht sein ob der Umsetzung: Denn anstatt eines durchgezeichneten Comichefts gibt es "nur" großflächige Illustrationen zu den einzelnen Kapiteln. Die schauen zwar auch sehr schön aus (Uderzo hat mehr als 1000 Originalskizzen und Modelsheets, die Goscinny seinerzeit für die Produktion des Films anfertigte, restaurieren und ein völlig neues Werk entstehen lassen), und wer den Film kennt, hat auch sofort die entsprechenden Szenen vor Augen - trotzdem ist es halt nicht dasselbe, wie sich durch ein "richtiges" Album durchzuschmökern, wie man es von Asterix gewohnt ist. Denn ein wesentlicher Faktor, der die Comicserie auszeichnet, ist ja, dass man in den vielen verschiedenen Einzelbildern etliche Anspielungen und Details entdeckt - manche davon überhaupt erst beim zweiten oder dritten Durchlauf. So hat man nun eben zwar eine solide Filmnacherzählung in der Hand, die aber doch ein bisschen lieblos zusammengestellt wirkt . . .