Auf den Tag genau drei Jahre nach dem spurlosen Verschwinden zweier Jugendlicher auf dem Weg zu einem Faschingsfest in einem kleinen Dorf, wo jeder jeden kennt, werden erneut zwei ihrer Klassenkollegen entführt. Die Schwester einer Verschwundenen reist extra aus Wien in ihr Heimatkaff an und stößt bei der Suche auf verschlossene Mienen und Widerstände seitens der im Ort Verbliebenen. Und als dann tatsächlich eine Leiche auftaucht, droht die Stimmung endgültig zu kippen. Roman Klementovic hat hier einen echten Anti-Heimatroman (mit einer kreativen Auflösung) geschrieben, in dem das Landleben nicht wirklich gut wegkommt.

Roman Klementovic: Immerstill
Gmeiner; 309 Seiten; 13,40 Euro