Eines vorweg: Der ehemalige Journalist Markus R. Leitgeb bemüht in "Zeitungssterben" einerseits sämtliche Klischees und Vorurteile in Bezug auf den österreichischen Boulevard (auch wenn er betont, es gebe keine bewussten Ähnlichkeiten) und ruft andererseits das pseudorligiöse "Spaghettimonster" gar oft an. Hat man sich daran gewöhnt, bekommt man einen solide gemachten Krimi, in dem ein Reporter und ein Polizist in dessen Freizeit auf eigene Faust ermitteln, nachdem ein mysteriöser Brand in der Wiener U-Bahn auch einen Journalisten getötet hat. Und die Jagd nach einem Mord, der vielleicht doch gar keiner ist, erweist sich als sehr spannend.

Markus R. Leitgeb: Zeitungssterben
Gmeiner; 13,40 Euro