Der Inhalt darf als bekannt vorausgesetzt werden: Ein ambitionierter Londoner Ingenieur Jack Milton schafft das Unmögliche und baut sich eine Zeitmaschine, mit der er in dieZukunft reist, genauer gesagt zum 27. September 802.701. Dort, wo einst das London Eye stand, gibt es immer noch eine menschenähnliche Zivilisation, die allerdings aus zwei verschiedenen Rassen besteht: Die naiv-freundlichen Eloi an der Oberfläche werden von den unterirdisch lebenden grauslich-brutalen Morlocks quasi als Mastvieh gehalten. Und mitten in dieser Welt des Kannibalismus findet sich der Zeitreisende wieder und wird selbst fast ein Opfer der Morlocks . . .

Das wirklich Erstaunliche an H.G. Wells' Roman ist das Entstehungsjahr 1895. So heutig liest sich sein Buch - und so heutig hat es auch Oliver Döring als Hörspiel umgesetzt (allerdings im Jahr 1970 angesiedelt), mit tollem Sound und mehreren Hollywood-Synchronstimmen. Da hört man die Stimmen von Mark Hamill (Hans-Georg Panczak), Liam Neeson (Bernd Rumpf), Ralph Fiennes (Udo Schenk) oder Dwayne Johnson (Oliver Stritzel). Und während der gut zwei Stunden wird es zu keinem Moment langweilig.

Der Auftakt zur Wells-Trilogie (auf dem Programm stehen außerdem die Novelle "Das Imperium der Ameisen" und der Science-Fiction-Klassiker "Krieg Der Welten" als Dreiteiler) ist durchaus vielversprechend.Man darf sich auf weitere gesprochene Stunden freuen.

H.G. Wells: "Die Zeitmaschine"
Hörbuch von Oliver Döring
Verlag Folgenreich; 2 CDs - je 8,29 Euro

www.folgenreich.de