Grace hat ihren Freund durch den Tod verloren und  kommt mit ihrer Trauer nicht zurecht. Nach ihrem Schulwechsel verdreht sie jedoch schon am ersten Tag dem 17-jährigen Henry den Kopf - dabei hatte sie gar nicht vor, sich in ihn zu verlieben. Doch ihre Zerbrechlichkeit macht sie in Henrys Augen nur noch schöner, und so verliebt er sich mit jedem Tag mehr in sie. Grace allerdings lassen seine Gefühle an manchen Tagen völlig kalt; an anderen Tagen wiederum gehen die beiden miteinande um, als wären sie unzertrennliche Freunde. Ob das etwas mit Graces Geheimnis zu tun hat, das mit dem Tod ihres Freundeszusammenhängt?

Wer "Unsere verlorenen Herzen" von Krystal Sutherland zur Hand nimmt, ist verleitet, von der ersten Seite an sicher zu sein, wie das Buch ausgehen wird - um am Ende eines Besseren belehrt zu werden. Das faszinierende dabei ist, dass es schwierig zu sagen ist, ob der Roman originell ist oder doch an jedes andere x-beliebige Jugendbuch gemahnt. Teilweise erinnert das Buch an "Margos Spuren" von John Green, dann wieder wirkt es eher wie ein Fantasy-Roman, und mittendrin hat es einen ganz eigenen Charakter. Eher selten für diese Kategorie von Roman ist, dass er aus der Sicht des Burschen geschrieben ist und nicht aus jener des Mädchens.

Und weil er ja im 21. Jahrhundert spielt, gibt es gleich auch auf YouTube eine eigene Playlist mit den Liedern, die im Buch vorkommen. Wer möchte, kann also beim Lesen hören, was die Protagonisten hören. Grundsätzlich ist "Unsere verlorenen Herzen" aber nur jenen Lesern zu empfehlen, die einen guten Schluss ertragen können, der nicht ihrer eigenen Vorstellung entspricht.

Krystal Sutherland: Unsere verlorenen Herzen
cbt; 384 Seiten; ab 14 Jahren; 15,50 Euro