Stellen Sie sich vor, Franz Olah wäre in den 1960ern erfolgreich gewesen mit seinem Bestreben, mithilfe einer nationalen Partei an die Macht zu kommen. Was hätte sich daraus entwickeln können? J.J. Preyer nimmt diese Frage zum Ausgangspunkt für einen Politkrimi um einen Ex-Journalisten, der als Privatdetektiv mächtigen Nationalisten in die Quere kommt, während er seiner Doch-nicht-Ehefrau nachtrauert, die (kriegsbedingt) einen anderen geheiratet hat. Ein spannendes Buch voll düsterer Satire – dessen Erscheinung just unter Türkis-Blau wohl kein Zufall ist, was ihm freilich eine gewisse politische Schlagseite gibt.

J.J. Preyer: Wiener Blaupausen
Gmeiner; 12,40 Euro