Thriller aus Norwegen sind oft so düster und hart wie der skandinavische Winter. So auch Ingar Johnsruds "Der Hirte": Ein Massaker an einer Sekte lockt die Ermittler zunächst auf die Spur von Islamisten – dabei hat der Autor schon auf der allerersten Buchseite klargemacht, wohin die Reise eigentlich geht. Was folgt, ist eine Schnitzeljagd der besonders brutalen Art, mit einem fast schon übermenschlichen Gegner, deren Hintergründe in der Vergangenheit liegen. Es hat fast den Anschein, als hätte Johnsrud selbst großen Spaß dabei, eine Figur nach der anderen krepieren zu lassen. Abgesehen davon ist auch der Plot höchst spannend.

Ingar Johnsrud: Der Hirte
Blanvalet; 511 Seiten; 15,50 Euro