Schwere Kost für Krimifans: Mangels Geld für ein professionelles Lektorat weist das neue Eigenverlagswerk es Wiener Schlossermeisters Michael Bübl nicht nur stilistische und handlungstechnische Schwächen auf, sondern strotzt auch vor Rechtschreib-, Grammatik- und Satzbaufehlern. Immerhin ist er Plot mitreißend – im wahrsten Sinn des Wortes: Denn für die Sammlung eines Alt-Nazis schneidet der Täter seinen (Promi-)Opfern ihre Tattoos aus dem (teils noch lebendigen) Leib. Mitunter werden sie davor noch entführt und die Tätowierungen eigens für das Haut-Abziehen angefertigt.

Bübl erzählt die eklig-schaurige Geschichte dieser Perversion lustvoll aus der Sicht des Täters, der sich immer weiter hineinsteigert – bis das Buch nach 212 abrupt endet. Hier gilt: Der (sehr holprige) Weg ist das Ziel.

Michael Bübl: Der Tattoo-Killer.

Eigenverlag; 11,03 Euro