Viel zu jung an die italienische Front eingerückt, kommt Gymnasiast Max 1918 aus dem großen Krieg zurück nach Wien – und wird damit konfrontiert, dass ein Freund der Familie, für den er in Bozen eine kleine Passierschein-Trickserei begangen hat, nun unter Mordverdacht steht: Stefan soll den von ihm zuvor lautstark abgelehnten Verlobten seiner Schwester erschossen haben. Für die Polizei scheint alles klar, denn die Indizien sprechen klar gegen Stefan.

Doch Max ist überzeugt: Stefan hat den Mord sicher nicht begangen. Also ermittelt er auf eigene Faust, was freilich gehörig schiefzugehen droht, schließlich hat er nicht nur in diesen Dingen keine Erfahrung. Ursula Heinrich bettet ihren durchaus realitätsnahen Aduleszenzroman gekonnt ein in die historische Situation zum Kriegsende.

Ursula Heinrich: Melange ohne
Gmeiner; 14,40 Euro