Was Schindlers materielle Verhältnisse betraf, hatte er trotz der Rückschläge in der politischen und juristischen Karriere stets sein Auskommen. Er lernte die Reformer und Großen seiner Zeit persönlich kennen, darunter Bauernfeld, Hartmann, Seidl, Storm und andere bedeutende Dichter.

Obwohl er nach einem Intermezzo als Staatsanwalt in Leoben und Graz den Staatsdienst quittieren musste (um 1854), fand er eine lukrative Stelle als Bevollmächtigter und Syndicus für die k.k. ungarischen Staatsbahnen. Nach den politischen Intrigen, die ihn sein Mandat kosteten, konnte er sich dank seines Erbes in Leopoldskron der Literatur widmen, musste aber krankheitsbedingt um 1883 wieder nach Wien zurückziehen.

Seine 1881 erschienenen "Exkursionen eines Österreichers", die in zwei Bänden mit fast 600 Seiten erschienen, umfassen zahlreiche Reiseberichte zwischen 1840 und 1879. Von "Herbsttagen im Mühlviertel" bis zu italienischen und mährischen Erlebnissen reicht das Spektrum des Dichterjuristen. Sie sind heute als Nach- und Neudrucke bei Hansabooks wieder verfügbar.