Kinder und Wale - wer diese Kobination wählt, kann eigentlich nichts falsch machen. Es ist schließlich pure Faszination, die von diesen Giganten der Meere ausgeht, und je kleiner der Mensch, desto beeindruckender sind die Wale. So auch für Cuno und Aia, zwei Kinder, die weit, weit im Norden von ihrem Vater eine Geschichte über einen wundersamen Riesen hören, der irgendwo draußen im Meer lebt. Und weil Kinder nun einmal neugierig sind, halten sie nicht bloß Ausschau nach dem Wal, sondern fahren auch mit dem Kajak des Vaters aufs Meer hinaus, um ihn zu suchen.

Freilich kommt es, wie es kommen muss: Die kleine Schwester macht Blödsinn, ärgert ihren großen Bruder und treibt plötzlich auf einer Eisscholle weg. Aber es wäre kein Kinderbuch, würde es nicht prosaisch schön gut enden: Der Wal taucht nämlich auf und geleitet beide Kinder wohlbehalten zurück nach Hause. Und die Moral von der Geschicht: Vertragt euch mit euren Geschwistern, sonst kann es böse enden, wenn ihr nicht gerade einen Wal bei der Hand habt.

Daniel Frost: Die Kinder und der Wal
Kleine Gestalten; ab 4 Jahren; 15,40 Euro