Seinen "Enkelinnen Laura und Nora Fugger" hat Alfred Warnes dieses Lyrikbändchen gewidmet, und da wittert man natürlich pädagogische Opa-Absicht. Tatsächlich stellt der Autor moralische Wegweiser auf ( "Es geht / um den Schutz / der Intimität / vor den / Neugier-Ansprüchen / der Spaßgesellschaft" ), schärft den Blick für wundersame Alltäglichkeiten ( "Für die Schmalfilmer / fällt zum richtigen Zeitpunkt / ein Apfel vom Baum" ), preist das Nachdenken über die Wörter fuchsteufelswild, freirhythmisch, abusus und morbus, notiert des Nachwuchses Widersprüchlichkeit ( "Das Kind antwortet / auf den erhobenen Zeigefinger / mit dem erhobenen Mittelfinger" ).

Übrigens könnten die meisten hier abgedruckten Gedichte - zeilenfalllos - auch als hübsche Aphorismen zur kritischen Lebensbetrachtung durchgehen.