• vom 05.12.2018, 16:31 Uhr

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ORF-Wetterredaktion als Serienschauplatz




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  • Robert Palfrader gibt einen abgehalfterten Wetterfrosch.

Regisseur Andreas Kopriva.

Regisseur Andreas Kopriva.© orf Regisseur Andreas Kopriva.© orf

Wien. "Was wurde eigentlich aus . . . ?" Einen solchen Artikel über sich zu lesen, das geht für Otto Czerny-Hohenburg zu weit. Der frühere Nachrichtensprecher ist schließlich auf dem Weg zurück - denkt er. Aber nachdem sein Alkoholproblem ihn zur mehrjährigen Pause zwang, wird er vom Sender kurzerhand in die Wetterredaktion gesteckt. Ein turbulenter Start für die neue ORF-Serie "Walking on Sunshine".

Es ist ein Blick in die eigenen vier Wände, den Regisseur Andreas Kopriva und sein Team gewähren. Denn das Format, dessen Drehbuch von Ex-FM4-Chef Mischa Zickler stammt, macht sich nicht erst die Mühe, einen fiktiven Sender zu illustrieren. Es ist die Wetterredaktion des ORF, um die sich hier alles dreht - und die wohl mehr politisches Gewicht hat, als man annehmen möchte. Immerhin gibt es eine sich zu Höherem berufen fühlende Abteilungsleiterin (Proschat Madani), sehr ehrgeizige Kollegen (darunter Aaron Karl, Miriam Fussenegger und Selina Graf) sowie Machtverstrickungen und ein unerwartetes Erbe. Mit all dem muss sich Robert Palfrader als griesgrämiger, von sich selbst überzeugter Wettermann wider Willen herumschlagen. "Otto ist ein unfassbar unsympathischer, unreflektierter und rücksichtsloser Egomane, der von mir zu Hause keinen Kaffee bekommen würde", wird der Schauspieler vom ORF zu seiner Rolle zitiert. "Ich habe Mörder gespielt, die sympathischer waren als diese Figur. Aber ich hoffe und glaube, dass das umso lustiger wird." Für Czerny-Hohenburg steht die Rückkehr auf den Bildschirm jedenfalls über allem, da nimmt er auch vermeintliche Rückschläge in Kauf. Einen mehrfachen Romy-Gewinner kann nichts so schnell stoppen.


Authentizität als Schlüssel
Madani gibt die äußerst toughe und selbstbewusste Abteilungsleiterin Tilia Konstantin, die mit dieser Überrumpelung durch die Geschäftsführung gar nicht einverstanden ist. Schließlich ist das "ihre" Wetterredaktion, in die sie sich nur ungern hineinpfuschen lässt. Wie schon in den "Vorstadtweibern" würde Madani ihre Rolle als Gegensatz zu ihrem Charakter definieren.

Im Wechselspiel der heiteren und melancholischen Momente dieser Dramedy wollte man auch auf Authentizität setzen, wie Regisseur Kopriva betonte. Letztlich ist es aber weniger das Wetter, als die damit betrauten Figuren, die bei "Walking on Sunshine" für durchaus stürmische Zeiten sorgen. Schließlich hätten sie alle "ihr ganz persönliches Geheimnis", so Zickler. "Das ist das, wo die Serie beginnt - und auch die Freiheit, Geschichten zu erzählen, die vielleicht auch ein bisschen größer sind als das Leben." Da braut sich also was zusammen (ab 7. Jänner montags ORFeins).




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