• vom 04.04.2003, 00:00 Uhr

Medien

Update: 09.08.2015, 12:42 Uhr

Ausstellung

Die älteste Tageszeitung denkt zugleich ans Morgen




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  • "Zeiten auf Seiten": Ausstellung "300 Jahre Wiener Zeitung"
  • Die "Wiener Zeitung", die seit 1780 unter diesem Titel erscheint und 1703 als "Wiennerisches Diarium" gegründet wurde, feiert ihren 300. Geburtstag. Mit der Ausstellung "Zeiten auf Seiten - 300 Jahre ,Wiener Zeitung' ", die am Donnerstag im Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek eröffnet wurde, blickt man in die Vergangenheit und denkt zugleich ans Morgen. Die Ausstellung spanne einen Bogen von den Anfängen des Zeitungswesens bis zur digitalen Gegenwart, so Nationalbibliothek-Generaldirektorin Johanna Rachinger und Karl Schiessl, Geschäftsführer des Traditionsblattes, bei einer Pressekonferenz am Donnerstag.

Die "Wiener Zeitung" ist die älteste noch erscheinende Tageszeitung der Welt: Am 8. August 1703 wurde sie als "Wiennerisches Diarium" gegründet. Laut Schiessl sei das besondere an der "Wiener Zeitung" nicht nur die lange Zeit ihres Bestehens, sondern vielmehr der Grundkonsens zwischen Journalismus und Verlag auf der einen und den Staatsorganen auf der anderen Seite.

"Das Verhältnis Staatsmacht und ,Wiener Zeitung' hat von Beginn an auf hundertprozentiger Seriosität basiert. Unsere Vorgänger haben seit 1703 auf so manche Darstellung verzichtet, die nicht eindeutig authentisch war, sich so manchen Kommentars enthalten, der nicht allen möglichen Aspekten gerecht wurde und Spekulationen strikt vermieden. Umgekehrt konnten alle Betroffenen - unabhängig ob Politiker, Beamte oder betroffene Bürger sich darauf verlassen, dass

Information

Information zur Ausstellung "Zeiten auf Seiten":

Die "Wiener Zeitung" feiert ihren 300. Geburtstag mit der Ausstellung "Zeiten auf Seiten" im Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek vom 4. April bis 4. Mai 2003, die von den Anfängen des österreichischen Zeitungswesens bis in die Gegenwart reicht.

Öffnungszeiten: Täglich 10 bis 14 Uhr, Donnerstag 10 bis 19 Uhr, Eintritt: 5 Euro bzw. 3 Euro.


alles, was in der ,Wiener Zeitung' steht, auch tatsächlich gilt bzw. Faktum ist", so Schiessl. Bundespräsident Thomas Klestil spricht in einer Grußadresse denn auch von einer "treuen Chronistin und unverzichtbaren Wegbegleiterin" Österreichs.

Trotz des umfangreichen Blicks in die Vergangenheit denkt man bei der "Wiener Zeitung" aber auch ans Morgen.

"Für die Zukunft werden täglich Weichen gestellt. Wir bemühen uns, eine moderne Zeitung zu machen und nicht bloß ein Amtsblatt", sagte Geschäftsführer Schiessl. Man bemühe sich auch, neue Dienste "in Richtung Multimedialität" anzubieten. So wird es etwa ab Juli alle Bundesgesetzblätter zurückreichend bis 1945 in digitaler Form geben. Darüber wurde die "Staats-Plattform" http://www.oesterreich.at geschaffen und befindet sich im ständigen Ausbau. Dort wird "ganz Österreich, das offizielle und das halboffizielle" abgebildet. Schiessl bot der Bundesregierung an, über diese Plattform künftig auch das "E-Government" abzuwickeln.




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Dokument erstellt am 2003-04-04 00:00:00
Letzte Änderung am 2015-08-09 12:42:51

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