Viel Zeit zur mentalen Vorbereitung bleibt nicht mehr. Für den 14. April ist der Start der letzten und achten Staffel der Erfolgsserie "Game of Thrones" angesetzt. In sechs Episoden, davon die letzten drei in Spielfilm-Länge, wird die Frage, wer auf dem Eisernen Thron des Herrschers über den Kontinent Westeros Platz nehmen darf, geklärt. Das Fantasy-Mittelalter-Drama (Flughöhe: "The Sopranos" trifft Mittelerde trifft "The Walking Dead") ist ohne Zweifel die derzeit beliebteste Serie aus dem Hause HBO. Selten hat eine Fernsehserie einen vergleichbaren Durchdringungsgrad in die Alltagskultur geschafft, wo geflügelte Worte wie "Winter is coming" oder "A Lennister always pays his debts" nahezu weltweit bei Fans verstanden werden.

Für alle, die es (aus welchen Gründen auch immer) noch immer geschafft haben, sich der Serie um die zänkischen Herrscher-Familien Stark, Targaryen und Lennister zu entziehen und denen der Hype noch nicht auf die Nerven geht, ist es eine einfache Rechnung: 67 Folgen sind bisher erschienen. 30 Tage stehen noch zur Verfügung. Das ist ein (durchaus schaffbarer) Schnitt von 2,2 Folgen pro Tag - tägliche Einnahme vorausgesetzt. Für alle, die das nicht schaffen und die aber dennoch gerne beim Hype im April mitreden wollen, bringen wir hier einen kurzen Schummelzettel als Einführung in die Welt von "Game of Thrones". Achtung: Naturgemäß geht dieses Vorhaben nicht, ohne die Inhalte bis inklusive Staffel 7 zu skizzieren. Wer also bei seinem persönlichen Konsum noch nicht so weit ist, möge die Spoilergefahr beachten.

Niemand ist sicher

Zunächst ganz allgemein: Man sollte sich bei "Game of Thrones" besser nicht allzu sehr an tragende Hauptfiguren gewöhnen. Denn Autor George R. R. Martin pfeift für gewöhnlich auf Konventionen und lässt seine Protagonisten gerne mal verfrüht über die Klinge springen. Ein Aha-Erlebnis dieser Art hat man schon zum Ende der ersten Staffel, als Ned Stark (Sean Bean), Lord des Nordens und rechte Hand des Ex-Königs, von einem sadistischen jugendlichen Rotzlöffel namens König Geoffrey enthauptet wird (den mögen wir nicht und - Ja! -, er wird dafür büßen). Wer dank konventioneller Logik wie "Aber diese Figur wird noch gebraucht!" an eine Last-Minute-Rettung glaubt, wird sich an herbe Enttäuschungen gewöhnen müssen. Denn etliche, die man für absolut unersetzbar gehalten hat, beißen ins Gras. Rund die Hälfte der üppigen Besetzung wurde gekillt.