Wien. (bau) Zehn Mal noch schlafen, dann geht es endlich weiter mit der finalen Staffel von "Game of Thrones" (Sky). Wer bis dahin sozusagen als Aufwärmtraining nicht noch mal die sieben vorherigen durchschauen möchte, für den bietet Netflix ein passables Programm zum Zeitvertreib. Da wäre einmal die Serie "Osmosis", zu sehen seit vergangenem Donnerstag. Sie spielt im Paris der nahen Zukunft. Die Technik hat die letzte unbekannte Größe entschlüsselt, die ihr bisher verwehrt blieb: wahre Liebe. Eine neue Dating-App namens "Osmosis" verkuppelt ihre Nutzer nach eingehender Analyse von deren Hirndaten mit hundertprozentiger Genauigkeit mit dem perfekten Partner fürs Leben und lässt den Traum vom Seelenverwandten Wirklichkeit werden. Doch welche Gefahren birgt die Bestimmung seiner ewigen Liebe anhand eines Algorithmus, für den eine Technologie im Gegenzug für die immerwährende, zeitlose Liebe in die innersten Schlupfwinkel Ihres Geistes und die tiefsten Geheimnisse Ihres Herzens eindringt?

Apropos Geheimnis: Im zweiten Teil der ersten Staffel von "Chilling Adventures of Sabrina" darf man in zehn neuen Episoden wieder den Geheimnissen der jungen Hexe nachspüren. Das Netflix-Original interpretiert die Herkunft und Abenteuer der jugendlichen Hexe aus "Sabrina - Total Verhext" als dunkle Coming-of-Age-Geschichte und verzaubert Zuschauer mit Elementen aus Horror, Okkultismus und natürlich Hexerei. In dieser Neuverfilmung, deren Atmosphäre an "Rosemaries Baby" und "Der Exorzist" erinnert, muss Sabrina nicht nur ihre beiden Identitäten als Halbhexe und Halbmensch miteinander vereinbaren, sondern außerdem die bösen Kräfte bekämpfen, die sie, ihre Familie und die Welt der Menschen bedrohen. Und was will der dunkle Lord, dem sich Sabrina letztlich doch verschreiben musste?

Bei so viel Dunkelheit ist ein bisschen Licht angezeigt: Das hat die Doku "Unser Planet" (ab Freitag) auf Netflix zu bieten, im Original gesprochen von Sir David Attenborough. Diese achtteilige Serie von den Machern der preisgekrönten Reihe "Planet Erde" erkundet die einzigartigen und unschätzbaren Wunder der Natur. "Unser Planet" entstand in Zusammenarbeit mit dem WWF und liefert anhand atemberaubender Aufnahmen und Technologien einen noch nie da gewesenen Blick auf die letzten verbliebenen Orte unberührter Natur und deren tierische Bewohner.

Opulent ist da ein Hilfsausdruck: Eine Crew aus über 600 Mitgliedern filmte über einen Zeitraum von vier Jahren mehr als 3500 Drehtage in 50 Ländern auf allen Kontinenten. Im Fokus des ehrgeizigen Projektes stand dabei die Vielfalt der Lebensräume rund um die Erde - von der abgeschiedenen Wildnis der Arktis über die geheimnisvollen Tiefen der Ozeane bis hin zu den ausgedehnten Landschaften Afrikas und den artenreichen Urwäldern Südamerikas.

Skandinavische Teenie-Mörderin

Handfeste Krimi-Spannung bietet hingegen "Quicksand" (im Original "Störst av allt", ebenso ab Freitag auf Netflix). Nachdem es an einer Vorschule im wohlhabendsten Vorort Stockholms zu einer Tragödie gekommen ist, wird die 18-jährige Schülerin Maja Norberg des Mordes angeklagt. Als nach und nach die Einzelheiten des Tages herauskommen, werden auch private Details über ihre Beziehung zu Sebastian Fagerman und seiner Problemfamilie bekannt. "Quicksand" basiert auf dem Bestseller von Malin Persson Giolito, der in 26 Ländern publiziert und 2018 als bester skandinavischer Kriminalroman des Jahres mit dem Petrona Award ausgezeichnet wurde.

Die neue Serie "Black Summer" (ab 11. April auf Netflix) ist eine im sattsam bekannten Zombie-Universum von "Z Nation" angesetzte Vorgeschichte, in der brandneue Figuren in allen Lebenslagen vorgestellt werden. Jamie King ("Hart of Dixie") spielt eine Mutter, die sich auf eine gefährliche Reise begibt, um ihre vermisste Tochter wiederzufinden. Gemeinsam mit einer kleinen Gruppe amerikanischer Flüchtlinge muss sie sich im tödlichen Sommer einer Zombie-Apokalypse durch eine gefährliche neue Welt kämpfen und brutale Entscheidungen treffen.

Ab 12. April schickt Netflix "Huge In France" in den Ring. Der erfolgreiche französische Comedian Gad zieht über den Großen Teich nach L.A., um seinem 16-jährigen Sohn nahe zu sein. Aber der hat andere Pläne . . .