Wien. (bau) 1986: Halb Europa ist verstrahlt, ein ganzer ukrainischer Landstrich unbewohnbar, eine mittelgroße Stadt für immer evakuiert. Einige Jahre später ist die Frage "Wie konnte es dazu kommen?" noch immer nur bruchstückhaft geklärt. Mauern des Schweigens, genauso dick wie die des Sarkophages über dem Kraftwerk, beginnen zäh zu bröckeln. An diesem Punkt setzt die Sky-Eigenproduktion "Chernobyl" an, die seit Dienstag auf Sky zu sehen ist. Ein Paket mit Audio-Kassetten (es sind die 80er!) wechselt nächtens diskret den Besitzer. Darauf befindet sich eine geheime Beichte. Dinge, die in der untergehenden Sowjetunion noch niemand zu sagen gewagt hat .. .

Die Mini-Serie rekonstruiert eine wahre Geschichte über eine der schlimmsten von Menschen verursachten Umweltkatastrophen und wie sich tapfere Frauen und Männer aufopferten, um Europa vor einem noch größeren, ja unvorstellbaren Desaster zu retten. In den Hauptrollen spielen Jared Harris ("Mad Men"), Stellan Skarsgård ("Breaking the Waves", "Good Will Hunting") und Emily Watson ("Breaking the Waves").

Das Drehbuch stammt von Craig Mazin ("The Huntsman & the Ice Queen"), der sich seit Jahren mit der Reaktorkatastrophe beschäftigt. Als Regisseur fungiert Johan Renck ("Breaking Bad"). Mazin und Jane Featherstone ("Broadchurch") sind ausführende Produzenten seitens Sister Pictures. Die fünfteilige Serie ist das erste Gemeinschaftsprojekt basierend auf dem internationalen Koproduktions-Deal zwischen Sky und HBO über 250 Millionen US Dollar, der im Frühjahr 2017 geschlossen wurde.

Bereits seit der Vorwoche ist auf Netflix die CBS-Serie "Dead to me" online. In ihr gibt Christina Applegate ("Eine schrecklich nette Familie") die sarkastische Witwe Jen, die die Todesumstände ihres Mannes aufklären will. Judy (Linda Cardellini) ist ein optimistischer Freigeist, der kürzlich selbst einen tragischen Verlust erlitten hat. Als sich die beiden Frauen in einer Selbsthilfegruppe kennenlernen, freunden sie sich trotz ihrer gegensätzlichen Persönlichkeiten miteinander an. Doch Judy versucht mit allen Mitteln zu verhindern, dass Jen von ihrem schrecklichen Geheimnis erfährt, das ihr bisheriges Leben zerstören könnte. Schwarzer Humor trifft auf die schmerzlichen Tiefen von Trauer, Verlust und Vergebung.

Schon am Freitag ist auf Netflix Comedy-Zeit mit Hunden angesagt. In "It’s Bruno!" dreht sich alles um den Mopsmischling Bruno. Der Rapper und Autor Solvan "Slick" Naim spielt darin einen alteingesessenen Bewohner von Brooklyn, der seinen süßen Hund Bruno über alles liebt. Aber das reicht ihm nicht. Auch die Nachbarn sollen Bruno gefälligst den ihm gebührenden Respekt erweisen. Zumal Bruno auch grandios darin ist, Frauen für sein Herrchen zu gewinnen. Auch Drehbuch und Regie hat Solvan Naim übernommen. Gedreht wurde vor Ort in Bushwick in Brooklyn.

Neulich in Korea

Kommenden Mittwoch startet auf Netflix die koreanische Serie "One Spring Night". Die Serie zeichnet die Geschichte zweier Menschen, deren geordnetes Leben durch eine plötzliche Liebe aus den Fugen gerät und sie sich fragen müssen, ob sie ihr bisheriges Leben aufgeben und ihren Herzen folgen sollen. Lee Jeong-in ist eine junge Bibliothekarin, die sich auch an den kleinen Dingen des Lebens freuen kann. Yu Ji-ho ist ein Apotheker mit besten Manieren, der aber nicht zögert, wenn es um die Liebe geht.

Auch von Amazon Prime gibt es Neues: Kürzlich erschien die lange erwartete vierte Staffel der Amazon-Eigenproduktion "Lucifer". Und "Scrubs" ist ebenfalls da, gleich in allen neun Staffeln.

Kommenden Freitag kann man sich auch auf das neue Netflix-Global-Original "What / If" freuen. Die neue Social-Thriller-Serie beschäftigt sich mit der Frage was passiert, wenn akzeptable Leute inakzeptable Dinge tun.