Am Dienstag wurde noch gebangt, dass es nun doch nichts wird mit dem Auftritt von Madonna beim Eurovision Song Contest in Tel Aviv. Der Chef der European Broadcasting Union (EBU), Jan Ola Sand, hatte nämlich noch gar keinen Vertrag mit dem US-Weltstar vorliegen. "Die European Broadcasting Union hat Madonna nie als Act bestätigt". Er stellte klar: "Wenn wir keinen unterschriebenen Vertrag haben, kann sie nicht auf unserer Bühne auftreten." Das israelische Fernsehen sah das immer ein bisschen entspannter als die etwas bürokratische EBU und ging seit Wochen fix von dem Auftritt aus.

Das scheint nun doch geklärt zu sein, immerhin ist Madonna am Mittwoch mit nicht weniger als 130 Leuten und 30 Tonnen Ausrüstung in Tel Aviv angekommen.Es dürfte Madonna einiges daran liegen, ihr neues Album "Madame X" zielgruppengerecht bei der Millionen-Zuseher-Veranstaltung zu präsentieren. Zwei Songs sind avisiert, im Vorfeld gab es Debatten, ob ihre Lieder nicht zu politisch ausfallen werden. Der Song Contest verbietet politische Inhalte strikt.

Madonna soll beim Finale am Samstag kurz vor der israelischen Vorjahressiegerin Netta auftreten. Netta wird ihren neuen Song mit dem fruchtigen Titel "Nana Banana" vorstellen. In der Pausenshow soll es außerdem ein Medley von ESC-Veteranen geben, mit dabei ist auch Conchita Wurst und die beste von allen, die ukrainische Drag Queen Verka Serduchka. Wenn die sehr flexibel ist, ist sie vielleicht sogar bereit, ihre Kollegin Madonna bei ihrem ikonischen "Sieben sieben Ei Lulu"  mitsingen zu lassen.