Fritz Ullrich Fack. - © FAZ/Klemm
Fritz Ullrich Fack. - © FAZ/Klemm

Der frühere "FAZ"-Herausgeber Fritz Ullrich Fack ist, wie erst jetzt bekannt wurde, bereits am Pfingstmontag (10. Juni) im Alter von 89 Jahren in seinem Heimatort Bad Honnef bei Bonn gestorben. Fack hatte der Zeitung 37 Jahre lang angehört, von 1971 bis 1993 als Mitherausgeber.

Fack ist in Leipzig geboren, floh nach dem Abitur aus der DDR, ging nach West-Berlin zum Studium der Politik und Volkswirtschaft. Sein Berufswunsch schon damals: Journalist. 1956 trat Fack in die Wirtschaftsredaktion der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" ("FAZ") ein, vier Jahre später wurde er nach Bonn entsandt und begleitete als Korrespondent das Ende der Ära Adenauer und die große Koalition von 1966 bis 1969.

1971 wurde er in das Führungsgremium der renommierten deutschen Tageszeitung berufen. Innenpolitik und die Entwicklung der Parteien gehörten im Politikressort fortan zu seinen Schwerpunkten. Dazu kamen, nicht verwunderlich, die Ost-West-Beziehungen mit einem besonderen Augenmerk auf die Entwicklung in der DDR.

Aus gesundheitlichen Gründen war er vorzeitig in den Ruhestand gewechselt. Zu seinem Abschied hatte ihn der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) als scharfsichtigen Wegbegleiter Deutschlands und als glühenden Verfechter der sozialen Marktwirtschaft gewürdigt.