Wien. (bau) Es ist wohl eine der erfolgreichsten Netflix-Eigenproduktionen und, mit einer Zustimmungsrate von 94 Prozent auf "Rotten Tomatos", wohl auch die mit den meisten Vorschusslorbeeren. Entsprechend hoch liegt die Latte für die dritte Staffel des Mystery-Meisterstücks "Stranger Things", das am Donnerstag (rechtzeitig zum amerikanischen Unabhängigkeitstag am 4. Juli) auf Netflix anläuft.

So weit alles wie gehabt: Es ist 1985 in Hawkins, Indiana und die Sommerhitze nimmt Fahrt auf. Die Hawkins-Crew um Eleven hat Ferien und es gibt eine neue Mall zu entdecken, ebenso romantische Gefühle. Diese mussten ja bisher ein wenig vor den monströsen Vorgängen in der Parallelwelt "Upside Down", aus der immer wieder Monster zu Besuch kommen, zurückstecken. Hin- und hergerissen zwischen Gruppendynamik und Gefühlsstürmen stellen Mike, Dustin, Eleven und Lucas fest, dass das Böse aus der anderen Welt keineswegs verschwunden ist. Es entwickelt sich nur weiter. Nach der lange erwarteten und sensationell guten zweiten Staffel der deutschen Netflix-Produktion "Dark" (läuft seit dem 20.Juni) ist das nun der nächste hochkarätige Serienstart auf Netflix.

Koscheres Gras

Etwas im Schatten läuft schon am Freitag die erste Staffel der südamerikanischen Eigenproduktion "The Chosen One" an. Drei junge Ärzte werden in ein gottverlassenes Dorf in der Provinz geschickt, um Kinder zu impfen. Aber die dortigen Bewohner sind feindselig und seltsam. Impfungen lehnen sie ab und es scheint sich alles um einen übermächtigen, religiösen Führer zu drehen, der einen Endkampf zwischen Wissenschaft und Glauben anzustreben scheint.

Auch um Religion in gewissem Sinne dreht es sich in "Family Business", eine neue französische Netflix-Serie, die seit Donnerstag online ist. Der 35-jährige Joseph (Jonathan Cohen) kann sich Millionen an lukrativen Geschäftsideen vorstellen und doch arbeitet er immer noch in der koscheren Fleischerei seines Vaters Gerard. Als ihm jemand erzählt, dass Marihuana legalisiert werden soll, hat er eine Gotteserscheinung. Er will die Familienfleischerei in ein Hasch-Geschäft transferieren. Die Killer-Idee: koscheres Gras. Und seine Freunde und Familie soll, ganz der jüdischen Tradition nach, dabei behilflich sein. Doch die sind von der Brillanz seiner Geschäftsidee gar nicht so überzeugt.

Koreanischer Tom Kirkman

Eine möglicherweise etwas schräge Adaptionen des "Designated Survivor"-Stoffs kann man sich ab Juli auf Netflix ansehen. Bei "Designated Survivor: 60 Days" handelt sich um den koreanischen Ableger der bekannten US-Politik-Serie. Nach einem verheerenden Anschlag auf die Nationalversammlung Südkoreas muss Umweltminister Park Mu-jin sein Land aus dem Chaos führen - nachdem alle anderen Regierungsmitglieder tot sind.

Bei Amazon Prime kann man sich ab 5. Juli an allen fünf Staffeln von "Marvel’s Agents of S.H.I.E.L.D." erfreuen. Eine Gruppe ausgewählter Agenten der weltweit agierenden Organistation S.H.I.E.L.D. untersucht das Neue, Fremdartige und Unbekannte auf der Erde und beschützt die Gewöhnlichen vor den Außergewöhnlichen.

Apropos Helden: Ab 26. Juli ist die erste Staffel von "The Boys" verfügbar, eine ehrfurchtslose Interpretation dessen, was passiert, wenn Superhelden, die berühmt sind wie Stars, einflussreich sind wie Politiker und verehrt werden wie Götter, ihre Kräfte missbrauchen.