Immer mehr Menschen speichern ihre persönlichen Daten, wie Musik, Fotos oder Dokumente, in einer Cloud, oder zu Deutsch "Rechner-Wolke". Der Grundgedanke des Cloud-Systems ist es, sein virtuelles Hab und Gut in einer Datenwolke zu speichern und sie immer und überall, also auch auf verschiedenen Geräten - Handy, Laptop, Tablet, etc. - abzurufen. Dieses System ist dann besonders vorteilhaft, wenn man auf seinem Rechner oder Smartphone nicht genug Speicherplatz zur Verfügung hat. Soweit klingt das alles auch noch nicht so kompliziert, doch bei näherer Betrachtung lässt sich jedoch erkennen, dass nicht alles immer so einfach ist, wie es scheint. Denn woher weiß ich, welche Cloud am besten für meine Bedürfnisse geeignet ist? Welches System ist gut?

Zunächst einmal ist es erforderlich, bestimmte Auswahlkriterien festzulegen. Von Interesse sind dabei der Speicherplatz, den man umsonst bekommt und die Kosten der weiteren Upgrades. Weiters sind dann noch die Benutzerfreundlichkeit, die maximale Dateigröße für den Upload auf die Cloud und die Zugriffsart auf die Daten von Bedeutung (online oder offline). Zu guter Letzt stellt sich noch die Frage nach der Sicherheit der Daten.

IT-Riesen im Vergleich

Google Drive stellt einen freien Speicher von 15 GB (Gigabyte) zur Verfügung. Möchte man diesen auf 100 GB erhöhen zahlt man 1,99 Euro pro Monat. Die MagentaCloud der Telekom gibt 10 GB kostenlos her, für Telekom-Kunden sogar 25 GB. Eine Erweiterung auf 100 GB kostet 9,95 Euro im Monat. Bei der Microsoft OneDrive sind 5 GB kostenlos. Für 2,00 Euro monatlich erhält man 50 GB. Bei Amazon bekommt man ebenfalls 5 GB gratis. Prime-Kunden liegen klar im Vorteil, denn sie erhalten einen kostenlosen Bildspeicher. Beim Pionier der Cloud, Dropbox, bekommt man nur 2 GB gratis. Für 11,99 Euro pro Monat erhält man 2 TB. Die Mutter aller Cloud-Services überzeugt durch ihre Benutzerfreundlichkeit. Vom Technikriesen Apple gibt es mit der iCloud 5 GB gratis, für 2 Euro monatlich kann man bereits 100 GB bekommen. (Details siehe Grafik)

Eine Frage der Sicherheit

Wer sieht meine Daten und wer kann darauf zugreifen? Diese Fragen wurden im Rahmen der Diskussion um die neue Datenschutzgrundverordnung, kurz DSGVO, immer wieder gestellt. Befolgen Cloud-Anbieter die DSGVO, so hat man als Nutzer eigentlich keinen Grund zur Sorge. Jedenfalls dann nicht, wenn die Firma aus der EU kommt und die Server auf europäischem Boden stehen. Die Krux des Datenschutzes ist nämlich die: Die DSGVO bezieht sich nur auf europäische Unternehmen. Sprich: Alle Unternehmen aus anderen Staaten haben nicht dieselben Sicherheitsrichtlinien. Das gilt insbesondere für US-amerikanische Firmen wie Google oder Amazon.