New York. Mega-Deal in der US-Medienbranche: Die New Media Investment Group soll die Mehrheit am Verlagshaus Gannett ("USA Today") übernehmen. Die Unternehmen gaben am Montag bekannt, sich auf einen Kaufpreis von 12,06 Dollar pro Aktie geeinigt zu haben. Damit wird Gannett bei der Transaktion mit rund 1,3 Milliarden Euro bewertet. New Media will in bar und mit eigenen Aktien zahlen. Mit der Fusion bündeln die beiden an den Auflagen gemessen größten Herausgeber von US-Tageszeitungen ihre Kräfte.

Die New Media Investment Group ist eine der größten Verlage für lokale Tageszeitungen in den USA. Im Vorjahr publizierte man 144 Tageszeitungen und 684 lokale Magazine sowie 569 lokale Kleinanzeigenportale. Der Verlag vermarktet all diese Publikationen gemeinsam als Netz über die USA. Durch den Zusammenschluss sollen die jährlichen Kosten um bis zu 300 Millionen Dollar reduziert werden, zugleich soll der digitale Wandel bei den Titeln der Medienunternehmen beschleunigt werden.

Einkaufstour geht weiter

New Media setzt somit seine Einkaufstour der vergangenen Jahre fort, darunter die Halifax Media Group (280 Millionen Dollar, Stephens Media (102.8 Millionen Dollar) und das Las Vegas Review-Journal. New Media strebt damit eine Monopolisierung der mangels Konkurrenz noch immer sehr einflussreichen Lokalzeitungen und des Kleinanzeigenmarktes an.

Nach der Fusion sollen die Aktionäre von New Media mit 50,5 Prozent die Mehrheit am Konzern halten. Die Unternehmen gehen nach eigenen Angaben davon aus, den Zusammenschluss bis zum Jahresende abschließen zu können. Aktionäre und Aufsichtsbehörden müssen aber noch zustimmen. Geführt werden soll das gemeinsame Unternehmen von New-Media-Chef Michael Reed.