Man kennt sie vor allem aus der ORF-Sendung "Willkommen Österreich". Mittlerweile sind sie mit ihrer Synchronisation von verschiedensten Politikern selbst Fixpunkte am österreichischen Kabarettisten-Himmel: "Maschek" feiern ihr 20-jähriges Bestehen, und freuen sich über eine Auszeichnung des österreichischen Kabarettpreises. Die "Wiener Zeitung" hat mit Peter Hörmanseder gesprochen.

"Wiener Zeitung": Sie haben im September ein neues Programm unter dem Motto "Maschek Macht Merkel" - was kann man sich davon erwarten?

Peter Hörmannseder: Es wird eine Art Best-of-Merkel. Merkel ist die Figur, die, neben Wladimir Putin, die Konstante in unserem künstlerischen Leben als Maschek ist. Es ist wirklich lustig, sich das einmal selbst anzuschauen, wer kommt, wer geht und wer steht: Merkel und Putin. Und das Programm wird heißen "Maschek Macht Merkel", damit man nicht genau weiß, was gemeint ist. Geht es jetzt darum, dass wir Merkel machen, oder geht es um die Macht?

Wie hat sich Merkel verändert von den Auftritten her? Was sind die markantesten Entwicklungen aus ihrer Sicht?

Ganz zu Beginn hat man sich lustig gemacht über Merkel. Sie hat ein bisschen blöd ausgesehen, hatte eine unglückliche Frisur und diesen Schimpf-Namen - "Kohls Mädchen". Dann hat sie aber verstanden, Macht einzusetzen. Sie weiß als politische Figur, wie sie sich inszenieren muss, und da gibt es wenige, die das so können wie sie, ohne dass es peinlich wird. Putin macht das Gegenteil, inszeniert sich als ewig Junggebliebener und muss halt immer den Bauch einziehen.

Wieso haben Sie denn eigentlich keine Frau, die bei Maschek mitspricht?

Als wir Maschek gegründet haben, war das ja eigentlich nur ein Hobby. Dann kamen natürlich viele Frauen vor und die haben wir einfach im Sinne der Travestie nachgemacht, was früher auch wirklich beschämend schlecht war. Aber das hat sich verändert. Wir suchen nicht gezielt nach einer Frau, aber wenn wir jemanden finden, der das kann und zufällig auch noch eine Frau ist, dann machen wir das auch.

Sie haben zuvor gesagt, dass für Sie Maschek als Spaß begonnen hat. Ist das für Sie heute auch nur eine Blödelei oder doch eine Form der subversiven Metakritik?

Hauptsächlich ist es heute eine Art Korrektiv der politischen und medialen Inszenierung. Wir wissen, was damit bezweckt und zu übertünchen versucht wird. Stellvertretend schauen wir darauf und präsentieren es mit einem Schmäh verpackt. Zusätzlich ist es unsere Aufgabe, den Leuten zu helfen, etwas wegzulachen. Wenn sie frustriert sind von der Politik oder ängstlich oder wütend. Wenn man sich hoffnungslos fühlt, hilft Lachen immer.