Zu den Favoriten zählt die letzte Staffel von "Game of Thrones" bei der 71. Verleihung des wichtigsten Fernsehpreises der Welt sowieso. Spannend bleibt die Frage, ob das Team der US-Fantasy-Saga es am Sonntag in Los Angeles schafft, die meisten Emmy-Preise einer Serie in einem einzelnen Jahr zu gewinnen. Es wäre nach dem Ende der Abschluss-Staffel die Krönung eines im wahrsten Sinne fantastischen Erfolges bei Kritik und Publikum.

Doch die Konkurrenz steht schon in den Startlöchern. Ohnehin steht die Sendung, die in diesem Jahr ohne Moderator auskommen soll, ganz im Zeichen des Wettstreits zwischen dem Bewährten und dem Neuen: Können schon dutzendfach ausgezeichnete Formate wieder abräumen? Oder müssen sie Platz machen für Newcomer? In der Nacht zum Montag werden ab zwei Uhr morgens unserer Zeit die Gewinner in gut zwei Dutzend Hauptkategorien des Preises bekanntgegeben.

"Fleabag" gegen "Barry"

Der Preis unterscheidet bei fiktionalen Produktionen zwischen Drama-, Comedy- und Miniserien-Kategorien. Die Akademie hat bei den Nominierungen in diesem Jahr besonders die letzten Staffeln zweier Lieblinge von Kritik und Publikum ins Zentrum gerückt. Beim HBO-Megahit "Game of Thrones" (GoT) - stellt sich nur die Frage, wie viele Preise zum Abschluss zu den 38 Auszeichnungen aus den Vorjahren hinzukommen. Besonders in der Königskategorie "Drama" dürften die zwar hochgelobten, aber beim breiten Publikum kaum beliebten Serie "Succession" oder das New-York-Drama "Pose" wenig Chancen haben. Offener ist das Rennen in den Comedy-Kategorien. Die Auftragsmörder-Satire "Barry" hat exzellente Kritiken, ebenso die Dramedy-Serie "Fleabag", in der Autorin Phoebe Waller-Bridge auch die Hauptrolle spielt. Amazons "Marvelous Mrs. Maisel" gilt als Publikumsliebling.