Wien. Am Mittwoch und Donnerstag trifft sich die Medienbranche in Wien zu ihrer größten jährlichen Veranstaltung: den Österreichischen Medientagen. Diese stehen unter dem Motto "Stunde Null. Die neue Medienrealität", das sinnbildlich für neue Herangehensweisen, Denkansätze, Strategien, Player, Allianzen und Strukturen am Medienmarkt steht. Die Themen und Diskussionen drehen sich um die Konsumenten der Zukunft, die technologische und inhaltliche Zukunft des Radios, Innovationen im Medienbusiness, die neue Kraft der Printmagazine, 5G - das neue Eldorado der digitalen Gesellschaft, Zukunftsstrategien des Sponsorings bis hin zur großen Grand Hall Debate zum Thema Medienpolitik - knapp vor der NR-Wahl.

Ihr Kommen zugesagt haben bereits eine Vielzahl internationaler und nationaler Top-Speaker, unter anderem: Giovanni Di Lorenzo (Die Zeit), Katharina Behrends (NBC Universal International Networks), Jan Fleischhauer (Hubert Burda Media), Tijen Onaran (Global Digital Woman) und Max Conze (ProSiebenSat1).

Frisst Streaming das TV?

Eine der Kernfragen: Hat lineares Fernsehen noch eine Zukunft? Führt der intensivierte Wettbewerb am Bewegbildmarkt zu neuen Allianzen? Oder geht es verstärkt in Richtung mehr Eigenproduktionen der großen TV-Sender? Das rasante Wachstum der Streaminganbieter wie Netflix, Amazon & Co bereitet den großen TV-Sendern schon länger Kopfzerbrechen. Innovative Strategien gehören auf den Plan, wenn die Fernsehsender weiter erfolgreich bestehen bleiben wollen.

Auch die "Hörzeit" ist umkämpft: Verdrängen Streaming-Dienste wie Spotify und YouTube das klassische Radio? Wird sich die Erfolgswelle von DAB+ nachhaltig durchsetzen? Die steigende Vielfalt der Übertragungswege offenbart den Radiosendern sowohl Chancen als auch Risiken.