Zum Auftakt der Comic Con gab der Streamer Apple TV+ (globaler Launch ist der 1. November) sein Debüt auf der Messe mit einem ersten Blick auf M. Night Shyamalans ("The Sixth Sense") zehnteilige Psychothrillerserie "Servant". Shyamalan sagte, die Zusammenarbeit mit Apple sei eine "attraktive Perspektive", da das Unternehmen seine "minimalistische Ästhetik" teile und die Möglichkeit bestehe, seine Zukunft als Künstler zu definieren.

Er taufte auch gleich ein neues Fernsehformat: "Wir sind alle mit 30-minütigen Situationskomödien, der Sitcom, aufgewachsen, dies ist ein Sit-Thriller", sagte der Regisseur. Es wurde ein Trailer enthüllt, was die 2000 Fans zwar beeindruckte, aber einige auch enttäuscht zurückließ, weil sie mehr sehen wollten. Bis zum Start der Serie müssen sie sich noch bis 28. November gedulden.

Am Sonntag stellte Apple TV+ dann gleich noch eine Serie vor: "For All Mankind". Im Zentrum des Dramas steht die Frage, was hätte passieren können, wenn die Sowjets die Amerikaner im Weltraumrennen um die erste Mondlandung geschlagen hätten. Vor der Fragerunde wurden ein 16-minütiger Clip der ersten Folge und ein Trailer geboten. Es war ein qualitativ hochwertiger Einblick und genau das, was man von Ronald D. Moore, dem Schöpfer einer anderen, großartigen Science-Fiction-Serie ("Battlestar Galactica"), erwarten würde. Ein anderes für eine Comic-Messe eher ungewöhnliches Highlight war, wie Regisseur Sam Mendes und der legendäre Kameramann Roger Deakins ("Blade Runner 2049") erklärten, wie sie ihr Weltkriegsdrama "1917" (Filmstart: 16. Jänner 2020) so filmten, dass es wie eine fortlaufende Einstellung aussieht. "Es war eine wirklich großartige Herausforderung", sagte Deakins. "Wenn Sie fast das Ende einer Aufnahme erreicht haben, dann hoffen Sie einfach, dass Sie es nicht vermasselt haben... Es war ein echter Trip."

Trekkies durften sich über Sir Patrick Stewart freuen, der im Madison Square Garden einen neuen Trailer zur Amazon-Serie "Star Trek: Picard" vorstellte. Darüber hinaus wurde angekündigt, dass die mit Spannung erwartete Serie hierzulande am Freitag, den 24. Jänner 2020, auf Amazon Prime Premiere feiern wird. Der sonst recht "aggressive" US-Streamer Netflix, der durch die wachsende Konkurrenz zusehends unter Druck gerät, war in diesem Jahr hingegen weniger präsent als sonst.