Wann, wenn nicht jetzt dürfen wir uns daran erinnern, dass das Weihnachtslied schlechthin aus Österreich stammt? Auch der englische Weihnachtsklassiker von Charles Dickens steht an diesem Samstag am Programm und einmal mehr geht Miss Marple auf Mörderjagd. Nur noch gut eine Woche kitschiger Weihnachtsfilme trennt uns vom Fest, dann wird es vielleicht wirklich ein wenig stiller.

In 320 Sprachen und Dialekte übersetzt darf "Stille Nacht" als das bekannteste Weihnachtslied bezeichnet werden. Am Heiligen Abend 1818 führten der Arnsdorfer Dorfschullehrer und Organist Franz Xaver Gruber und der Hilfspfarrer Joseph Mohr in der Schifferkirche St. Nikola in Oberndorf bei Salzburg das Weihnachtslied "Stille Nacht, heilige Nacht" erstmals auf. "Das ewige Lied" (Sa, 20.15 Uhr, BR) mit Tobias Moretti in der Rolle des Joseph Mohr bettet die Entstehung des Liedes in den Aufstand der Schiffer im Streit um das Salzmonopol ein, garniert von einer Liebesgeschichte.

Der alte Geizkragens Ebenezer Scrooge gehört auch hierzulande für Anglophile zur Weihnachtseinstimmung. George C. Scott zeigt in der Titelrolle von "Charles Dickens’ Weihnachtsgeschichte" (Sa, 20.15 Uhr, SWR), was einen Unsympathler so ausmacht, und lässt uns an seiner Wandlung zum Menschenfreund teilhaben.

Tief in die Familienbande des Weihnachtsmannes führt der Animationsfilm "Arthur Weihnachtsmann" (Sa, 201.15, Disney). Der jüngste Spross der Familie ist noch so richtig vom Geist der Weihnacht erfüllt, während der ältere Bruder ein profitables Unternehmen aus dem verschlafenen Familienbetrieb machen will. Am Weihnachtsabend muss sich der kleine Held beweisen.

Ein weiteres Familienmitglied steht in "Gebrüder Weihnachtsmann" (Sa, 20.15 Uhr, SuperRTL) im Mittelpunkt der Geschichte. Der griesgrämige Fred Claus (Vince Vaughn), ewig im Schatten seines berühmten Bruders Santa (Paul Giamatti) stehend, eilt selbigem zu Hilfe, als der Nordpol aus produktionstechnischen Gründen geschlossen werden soll.

Aus dem Jahr 1961 stammt die Verfilmung des Romans von Agatha Christie "16.50 Uhr ab Paddington" (So, 20.15 Uhr, Kabel1). Margret Rutherford macht sich in der Rolle der Miss Marple mit unverwechselbarer Attitüde ans Werk, dem Mörder das Handwerk zu legen. Sie hat einen Mord in einem vorbeifahrenden Zug beobachtet. Gewohnt skeptisch unterstützt Inspektor Craddock (Charles Tingwell) Miss Marples Bemühungen anfangs nur zögerlich. Die Rolle des Mr. Jim Stringer wurde eigens für Rutherfords Ehemann Stringer Davis ins Drehbuch geschrieben.

Bei diesen Einspielergebnissen leuchten neben den Sternen auch die Augen: Bislang spülten "Star Wars"-Filme neun Milliarden US-Dollar in die Kassen, das macht sie zu den kommerziell erfolgreichsten Werken der Filmgeschichte. Die Merchandising-Produkte erzielten einen Erlös von 30 Milliarden US-Dollar. Schöpfer dieser Space Opera ist George Lucas, sie besteht aus der Originaltrilogie, gefolgt von der Prequel- und einer Sequeltrilogie. Wobei der dritte Film der letzten Trilogie kommende Woche in die Kinos kommt. Seit 1977 zieht der immerwährende Kampf zwischen Gut und Böse anhaltend in seinen Bann.

In die unendlichen Weiten des Alls führt uns "Star Wars Episode VII" (So, 20.15 Uhr, RTL). Das Erwachen der Macht war der erste "Star Wars"-Film aus dem Hause Disney, nachdem George Lucas seine Rechte an dem Film-Franchise verkauft hatte. 30 Jahre nach dem Zusammenbruch des galaktischen Imperiums ist Luke Skywalker (Mark Hamill) verschwunden. Die Erste Ordnung terrorisiert die Galaxis und General Leah (Carrie Fisher) schickt ihren besten Kampfpiloten Poe Dameron (Oscar Issac) zur Suche nach einem Artefakt aus, mit dem Luke Skywalker gefunden werden könnte.

Episode IV strahlt ATV am 21.12., um 20.15 Uhr und am 24.12., um 16 Uhr, aus. Auf ORF1 folgt Episode V am 31.12., um 15.55 Uhr und am 3.1., um 1 Uhr. Damit steht endlos vielen Stunden vor dem Fernseher nichts mehr im Wege. Möge die Macht mit Euch sein!