Paul McCartney, Britney Spears oder Stephen Hawking - sie alle waren schon da. Bekannte Gaststars, abgründiger Humor und ein gnadenloser Blick auf die amerikanische Gesellschaft tragen seit jeher zum weltweiten Erfolg der US-Zeichentrickserie "Die Simpsons" bei. Schon 30 Jahre lang treibt die fünfköpfige Familie ihr Unwesen in Springfield.

Am 17. Dezember 1989 wurde die erste Folge mit Chaos-Vater Homer, Mutter Marge, dem kleinen Flegel Bart, Streberin Lisa und der ewig nuckelnden Maggie in den USA ausgestrahlt. Seitdem haben Zuschauer die Familie in vielen brenzligen Situationen erlebt.

Kein Ende der Serie in Sicht

2009 widmete die US-Post Homer eine eigene Sondermarke zum 20-jährigen Simpsons-Jubiläum. - © APAweb / dpa / USPS / HO / epa Usps / Ho
2009 widmete die US-Post Homer eine eigene Sondermarke zum 20-jährigen Simpsons-Jubiläum. - © APAweb / dpa / USPS / HO / epa Usps / Ho

Ursprünglich nur als Pausenfüller für die "Tracey Ullman Show" in den USA angedacht, sind "Die Simpsons" heute einer der größten TV-Erfolge der Welt und ein Export-Hit. 1991 kündigte eine ZDF-Moderatorin dann auch den Start der Serie in Deutschland mit den Worten "Die Simpsons sind da, verehrte Zuschauer" an. Schon wenige Jahre wechselte die Serie auf ProSieben, bis heute ihre Heimat. Die Macher haben zahlreiche Auszeichnungen abgeräumt. Ein Ende ist nicht in Sicht, 2019 wurde die Show um zwei weitere Staffeln verlängert.

Neun Monate arbeiten die Macher an einer einzigen Folge. Steht der Plot, wird sie in Südkorea gezeichnet. Wie viele Cartoons leben auch die Simpsons von überzeichneten Klischees. Mittelschicht, Kleinstadt, traditionelle Geschlechterrollen: Die Simpsons sollen eine typisch weiße US-Familie darstellen. Schnelle Szenen, unzählige Anspielungen auf Popkultur und viel Parodie sind die Grundzutaten jeder Folge: Ob die Dschungelszene aus "Apocalypse now", die mordlüsternen Roboter in "Westworld" oder der Schluss aus von "Einer flog über Kuckucksnest".

Gelbe Hautfarbe, weil die Kinder keinen Haaransatz haben

Warum die weiße Familie gelb statt beige oder fleischfarben gezeichnet wird, hat der Simpsons-Drehbuchautor Mike Reiss in seinem Buch "Springfield Confidential" erklärt. Man entschied sich für Gelb, weil die Kinder keinen Haaransatz haben. Gelb sei ein bisschen wie ein Hautton und ein bisschen wie eine Haarfarbe, schrieb Reiss.

Gelbgesichtig erschienen über die Jahre auch die Cartoon-Alter-Egos einiger Promis in der Show: Der britische Ex-Premier Tony Blair, der Beatle Paul McCartney, Sängerin Britney Spears, die Schauspielerinnen Kim Basinger und Jennifer Garner oder der ausgesprochene "Simpsons"-Fan Stephen Hawking. Oft sprachen sie die Rollen selbst.