Die Kreativität der Österreicherinnen und Österreicher ist enden wollend. Zumindest wenn es um das Kreieren von Passwörtern für digitale Dienste geht. Zum wiederholten Mal ist "123456" Österreichs meistgenutztes Passwort. Auf den weiteren Plätzen folgen die ebenso wenig sicheren Ziffernfolgen "123456789", "12345678", "password" sowie "1234567", teilte das deutsche Hasso-Plattner-Institut (HPI) mit. Das deutschsprachige "passwort" liegt auf Platz sechs. Dahinter folgt "1234567890" sowie auf Platz sieben die Kombi "123123".

Datengrundlage sind dieses Jahr 1,8 Millionen Zugangsdaten aus dem Datenbestand des HPI Identity Leak Checkers, die auf E-Mail-Adressen mit .at-Domäne registriert sind und 2019 geleakt wurden. Insgesamt wurden dieses Jahr 178 Datenlecks in den Identity Leak Checker eingepflegt, 96 davon wurden von den Diensteanbietern bestätigt.

Mehr als hundert digitale Profile

"Viele Internetnutzer verwalten bereits mehr als hundert Online-Konten", sagte Professor Christoph Meinel, Direktor des Hasso-Plattner-Instituts (HPI). Viele verwenden das gleiche Passwort für alle Dienste. Diese Mehrfachnutzung ist ein Risiko und gestattet Kriminellen im Ernstfall gleich den Zugriff auf mehrere Konten. Das HPI empfiehlt Passwörter mit mindestens 15 Zeichen inklusive Groß-und Kleinbuchstaben, Zahlen sowie Sonderzeichen. Wörter aus dem Wörterbuch sollten ebenso vermieden werden wie die Wiederverwendung von gleichen oder ähnlichen Passwörtern bei unterschiedlichen Internetdiensten. (apa)