Die Faszination des alten Ägypten ist ungebrochen. Schon in den Kinderzimmern finden sich Playmobilfiguren mit dem charakteristischen Aussehen sowie Bücher über Pyramiden und Pharaonen. Diesem Kapiteln im Geschichtsunterricht folgen wohl die meisten Schüler bereitwillig. Bis heute greift die Filmindustrie den Stoff der Mumien immer wieder auf und trotz langer Forschungsgeschichte bleibt die ägyptische Antike mit der Aura des Geheimnisvollen und auch Unheimlichen behaftet. So nennt arte seinen Themenschwerpunkt am Samstag auch: "Geheimnisvolles Ägypten". Dabei wird an der absoluten kulturellen Vormachtstellung Ägyptens am afrikanischen Kontinent in der Antike gerüttelt. Einmal mehr wird hinterfragt, wie der Bau solch kolossaler Bauwerke, wie Pyramiden sie darstellen, ohne moderne Maschinen möglich war und besondere Mumien, nämlich mumifizierte Tiere, geben bis heute Rätsel auf.

Einem anderen Phänomen ist ORFIII auf der Spur. Anlässlich des 70. Geburtstages von Jörg Haider versucht die Reihe "zeit.geschichte" eine Ergründung seiner Person. Er spaltete zuerst die Nation, dann seine Partei. Knittelfeld, Hypo Alpe Adria, FPÖ und BZÖ sind nur wenige Schlagworte, die mit seinem Namen verbunden bleiben werden.

Kusch - eine afrikanische Supermacht, die von der Geschichtsschreibung einfach übergangen wurde? Neuere Forschungen belegen, dass die Annahme, Ägypten hätte die einzige Hochkultur Afrikas hervorgebracht, tatsächlich falsch sein könnte. Fast ein Jahrhundert lang herrschten in Ägypten schwarze Pharaonen aus dem Königreich Kusch, dem heutigen Sudan. Die Ägypter beschrieben ihre südlichen Nachbarn als primitive, schwarze Barbaren und die weißen Forscher übernahmen dieses Bild. Die großartigen Bauwerke auf sudanesischen Boden wurden daher den Ägyptern zugeschrieben. Seit Beendigung des Bürgerkrieges im Sudan forschen internationale Wissenschafter entlang des Nils. Drohnenaufnahmen zeigen die Größe des Königreichs Kusch und ermöglichen die Erkundung unterirdischer Grabkammern. Die Zeit drängt. Klimawandel und beginnende Industrialisierung drohen die Artefakte zu zerstören "Black Pharaos: Sudans vergessene Pyramiden" (Sa, 20.15 Uhr, arte).

Sie galt in der Antike als das bedeutendste der sieben Weltwunder - die Cheops Pyramide. Wie ihre Errichtung ohne hochentwickelte Technik gelingen konnte dokumentiert "Auf den Spuren der Cheops-Pyramide: Wunder der Architektur" (Sa, 21.50 Uhr, arte). Jahrtausendelang war sie das höchste Bauwerk der Welt, mit der größten Masse und dem größten Volumen. Die Forschungsgruppe des französischen Archäologen Pierre Tallet entdeckte Papyrusfragmente in einem Hafen am Roten Meer, darunter Aufzeichnungen des pharaonischen Beamten Merer. Diese geben Aufschluss über die Verschiffung der für den Pyramidenbau benötigten Steine über den Nil und die Herstellung der verwendeten Kupferwerkzeuge. Zu erfahren ist auch der Name des Verantwortlichen für den Bau der Pyramide.