Der Informationsanbieter Thomson Reuters, zu dem die Nachrichtenagentur Reuters gehört, könnte Insidern zufolge bald einen neuen Chef bekommen. Der ehemalige Chef des Mess- und Datenanalyse-Unternehmens Nielsen, Steve Hasker, stehe kurz vor seiner Berufung an die Spitze von Thomson Reuters, sagten mehrere mit dem Vorgang vertraute Personen.

Hasker werde möglicherweise bereits am kommenden Dienstag bei der Vorlage der Zahlen für das vierte Quartal als Nachfolger des derzeitigen Chefs Jim Smith vorgestellt, sagte einer der Insider. Andere Insider sagten, die Personalie sei noch nicht endgültig festgezurrt, die Berufung könne auch später erfolgen. Thomson Reuters erklärte am Donnerstag, es sei noch keine Entscheidung erfolgt. Neuigkeiten zur Chef-Suche könne es aber in der kommenden Woche geben.

Der 50-jährige Hasker hatte unter anderem für den Finanzinvestor TPG und die Unternehmensberatung McKinsey & Co gearbeitet - dort kümmerte er sich um Medien. Für Hasker spreche unter anderem auch seine Erfahrung bei Nielsen, einem Unternehmen, das Daten sammelt und aufbereitet, sagten zwei Insider.

Die "Financial Times" hatte im Oktober berichtet, eine Personalberatung sei beauftragt worden, einen Nachfolger für Smith zu suchen, der seit 2012 an der Konzernspitze steht. Thomson Reuters erklärte damals, man betrachte Nachfolgeplanung für alle Führungskräfte als eine Sache guter Unternehmensführung. (apa/reuters)